Von der Freiluft-Arena zum grössten Circus der Schweiz

Alles begann 1803 in Innsbruck. Der Medizinstudent Friedrich Knie verliebte sich in die Kunstreiterin Wilma. Die Liebe zerbrach, doch geblieben war die Leidenschaft für das Artistenleben. Friedrich gründete seine eigene Freiluft-Arena, zog durch Europa und legte damit den Grundstein des Schweizer National-Circus Knie.

Dynastie Knie

Die Geschichte der Familie Knie beginnt 1803 in Innsbruck, als sich der Medizinstudent Friedrich Knie in die Kunstreiterin Wilma verliebte. Die Liebe zerbrach, doch Herz und Seele haben sich dem Artistenleben verschrieben; und so gründete Friedrich ein Seiltänzer- und Künstlerunternehmen. Nachdem die Familie jahrelang mit einer eigenen Arena durch Deutschland, Österreich und 1814 erstmals durch die Schweiz zog, erfüllte sich die mittlerweile 4. Generation den Wunsch nach einem Zeltzirkus.

Friedrich Knie auf dem Hochseil in Vevey, 1903
Friedrich Knie auf dem Hochseil in Vevey, 1903
Ein nostalgisches schwarz-weiss Bild des Zirkuszelts mit einer Gruppe von Leuten davor versammelt.
Eröffnungsvorstellung Bern Schützenmatte, 1919
Ein nostalgisches schwarz-weiss Foto mit einem Elefant und einer Gruppe von Leuten vor dem Zirkuszelt.
Dicky, erster Elefant beim Circus Knie, 1920
Ein nostalgisches schwarz-weiss Bild mit Friedrich Knie und neun Pferden in der Manege.
Friedrich Knie Freiheitsdressur, 1935
Ein nostalgisches schwarz-weiss Bild mit Fredy Knie Senior sowie Fredy Knie Junior, als kleiner Junge, in der Manege. Sie zeigen eine Dressur-Nummer von zwei Pferden.
Fredy Knie juniors erste Saison mit Vater Fredy, 1951
Ein nostalgisches schwarz-weiss Bild zeigt Géraldine Knie als Mädchen, die eine Aufführung mit einem weissen Pferd mit schwarzen Punkten macht.
Géraldine Knie, 1979
Ein farbiges Foto mit 19 Mitgliedern der Familie Knie.
Familie Knie, 2019
Ivan und Chanel Knie zeigen eine Aufführung mit zwei Pferden, die auf den Hinterbeinen stehen.
Chanel und Ivan Knie, 2020
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Am 14. Juni 1919 feiern sie auf der Berner Schützenmatte Premiere. In diesem Jahr wurde auch das erste Winterquartier in Rapperswil errichtet. Nur ein Jahr später führt Friedrich Knie erstmals seine Pferde in der Manege vor. Bereits 1926 ist der Circus Knie mit über 80 eigenen Wohn-, Transport-, Menagerie- und Bürowagen auf Tournee. Karl und Eugen Knie entscheiden 1934, das Familienunternehmen in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Nur ein Jahr später muss der Zirkus nach einer teuren und wenig erfolgreichen Tournee einen finanziellen Rückschlag einstecken. Karl hatte für eine gigantische Inszenierung 50 Artisten aus Indien engagiert – und konnte das Publikum damit leider nicht begeistern. In den Folgejahren erholt sich das Unternehmen und baut weiter aus. So wurde 1956 das neue Winterquartier in Rapperswil bezogen und an Pfingsten 1962 eröffnete Knies Kinderzoo.

Ab 1992 lag das Unternehmen in den Händen von Fredy jun. und Franco sen., die sich die artistische und technische Direktion teilten. Heute leitet die 7. Generation – Géraldine Knie mit Maycol Errani und Doris Knie – den Circus Knie. Mit Ivan Frédéric, Chanel Marie und Maycol jun. steht bereits die 8. Generation in der Manege.

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