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		<title>Circus Knie - Blog</title>
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			<title>Circus Knie - Blog</title>
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		<lastBuildDate>Mon, 14 May 2012 14:46:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
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			<title>Aberglauben</title>
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			<description>Drei Mal schwarzer Kater</description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich bin überhaupt nicht abergläubisch. Gut. Vielleicht ein klein wenig. Wenn jemand vor der Show toi toi toi wünscht, sage ich nicht danke. Aber sonst bin ich wirklich nicht abergläubisch. Klar, wenn ich Salz verschütte, werfe ich eine kleine Prise über die linke Schulter. Sicher ist sicher. Dann hört es aber auf. Na ja, ich zögere vielleicht, bevor ich unter einer Leiter durchgehe, mache es dann für gewöhnlich trotzdem. Meistens auf jeden Fall. Wenn es nicht anders geht. <br /><br />Sagen wir mal so: Ich versuche, es nicht einreissen zu lassen. Nicht zu viele irrationale Gewohnheiten zu entwickeln. Der Zirkus ist dafür nicht unbedingt die beste Umgebung. Zirkusleute sind sehr abergläubisch.<br /><br />Kürzlich sprach ich mit zwei Artistinnen über eine Zerrung im Bizeps. Danach strich sich die nicht betroffene Künstlerin (!) über ihren eigenen Arm und pustete die böse Vorstellung wie eine Kusshand weg. <br /><br />Auch setzt man sich nicht auf den Manegenrand. Das bringt Unglück. <br /><br />Wenn ein Artist auf dem Boden liegend seine Muskeln dehnt, steigt man nicht über ihn hinweg. Das bringt Unglück.<br /><br />Man geht nicht zurück in die Garderobe, wenn man etwas vergessen hat. Das bringt Unglück.<br /><br />Grüne Kostüme? Bringen Unglück.<br /><br />Und am Schlimmsten? Über mögliche Missgeschicke reden. Weil das Unglück bringt und die lediglich vorgestellten Situationen real werden und eintreffen lässt. <br /><br />Das ist natürlich alles Humbug, Quatsch und Hokus Pokus. Dachte ich. Gestern sprach ich mit dem Techniker kurz vor der Vorstellung. Wir unterhielten uns darüber, wie doof es ist, das Einschalten des Mikrofons zu vergessen. Schön blöd ist das. Haha! Schtellder mal vor, so peinlich!<br /><br />Hätt’ ich doch nichts gesagt... 
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			<pubDate>Mon, 14 May 2012 14:46:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Waterworld</title>
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			<description>Das April-Wetter macht auch vor dem Mai nicht Halt</description>
			<content:encoded><![CDATA[„So?“ fragt er. „Hebts?“ „Glaub scho“, meine ich und blicke zum Himmel. Was sich am Samstag-Vormittag an Regen über unseren Camping ergossen hat, muss alles gewesen sein. Die Wiese vor meinem Wohnwagen hat sich in einen Sumpf verwandelt. Ich habe mir schon überlegt, ob Malaria-Prophylaxe das Richtige wäre...<br /><br />„Muesch luege, das dreit – dä Wind isch obe inne!“ Markus der Mann vom Fahrdienst scheint sich ziemlich sicher. Ach was, denke ich, es wird jetzt wohl <i>nochmals</i> schütten heute und überhaupt. Zirkusleute unterhalten sich doch nicht übers Wetter. Es kommt ja eh wie und wann es will. And the show must go on, egal ob es windet, hagelt, schneit oder stürmt. <br /><br />Ich mache mich noch über Markus’ meteorologischen Spürsinn lustig: „Vorgeschter häsch au gseit, es chäm ersch morn und dänn hätts küblet wie Lutzi!“ Hm. Er sollte Recht behalten. Wenige Minuten später fängt es an zu toben, blitzen, donnern. Gerade noch rechtzeitig rette ich mich in meinen Garderoben-Wagen. Der Himmel entleert sich sturzbachartig, das Gewitter ist direkt über uns. Die Pferde warten brav vor dem Artisteneingang, erstaunlich ruhig. Wahrscheinlich auch weil die Tierpfleger ruhig bleiben. <br /><br />Immer mehr Wasser sammelt sich vor meiner Tür. Es giesst und giesst und giesst. Die Kamele werden triefend nass, die Guanakos drängen sich unter dem Vordach. Es tobt immer noch. Langsam schwant mir, dass meine nächste Nummer noch vor dem Ende des Gewitters sein wird. Ich habe zwar einen Schirm, doch für einmal ist nicht das Wasser von oben das Problem. Der zentimetertiefe Wildbach der mich vom Backstage-Eingang trennt, macht mir grössere Sorgen.<br /><br />In Serge-Vollmontur und kürzlich frisch geputzten Lederschuhen springe ich auf den Sägemehlhaufen. Von dort weiter auf ein Metallgestell um dann, mit einem letzten Hüpfer, im aufgeweichten Eingangsbereich zu landen. Puh.<br /><br />Als ich wieder aus dem Zirkuszelt komme, ist der ganze Spuk vorbei. Die Wolkendecke hat sich gelichtet, die Sonne spiegelt sich in den nassen Zeltblachen und ein letztes, mit Sägemehl zersetztes Rinnsal schlängelt sich Richtung See... 
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			<pubDate>Tue, 08 May 2012 11:51:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Der Suppenteller als Camel Trophy</title>
			<link>http://www.knie.ch/cirque/blog/detail/der-suppenteller-als-camel-trophy/?no_cache=1</link>
			<description>Das Wüstenschiff auf Würstchenjagd</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Vorstellung ist zu Ende, die Requisiten sind versorgt, die Pferde gestriegelt, die Zuschauer sind nach Hause gegangen. Das letzte Glas am Buffet geleert, die Lichter gelöscht, die Gesichter abgeschminkt. <br /><br />Jetzt ist der grosse Moment des allnächtlichen Zusammensitzens gekommen. Die zur Burg formierten Wohnwagen bieten Schutz vor dem Wind. Die Artisten und Requisiteure, die Tierpfleger und Musiker sitzen um das riesige Lagerfeuer. Geschichten werden erzählt, selbstgebrannter Schnaps wird in schweren, braunen Steinzeugkrügen herumgereicht. Eine leckere Suppe blubbert im am Dreibein schwingenden&nbsp; Messingtopf. Auch diese Nacht wird noch lange zu feurigen Gitarrenklängen getanzt. Ja, wahrhaftig, so ist das Zirkusleben... nicht.<br /><br />Klar treffen wir uns, schwatzen und trinken mal was zusammen. Doch ziehen sich die meisten nach getaner Arbeit zurück in den Wohnwagen. Zur eigenen Suppen- bzw. Satellitenschüssel. Gerade deshalb schätze ich einen Anlass ganz besonders. An Sonntagen mit Doppelvorstellungen und anschliessendem Umzug werden wir am Artisteneingang von der Küchenmannschaft verpflegt. Hamburger, Hotdogs oder wie in Glarus zweierlei Würstchen, Brot und Suppe. Dazu Kaffee oder Eistee. Alle stehen sie an, die ganze bunte Truppe, die chinesischen Radfahrerinnen, die bärenstarken, kubanischen Kraftakrobaten, das komplette Orchester, die Direktionsfamilie, die Ton- und Lichttechniker, die Requisiteure. Ein Ereignis.<br /><br />Es wird gegessen und geschwatzt, geplaudert und getrunken. Da kann es schon mal passieren, dass ein unachtsam platzierter Teller die Aufmerksamkeit der Kamele erregt. Orchesterleiter Ruslan reagierte gerade noch rechtzeitig – schliesslich gings um die Wurst! 
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			<pubDate>Tue, 01 May 2012 23:43:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Der pawlowsche Artist</title>
			<link>http://www.knie.ch/cirque/blog/detail/der-pawlowsche-artist/?no_cache=1</link>
			<description>Get up and dance!</description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Geschichte von Professor Pawlows Hunden dürfte bekannt sein. Allfällige Wissenslücken können <link http://de.wikipedia.org/wiki/Pawlowscher_Hund - external-link-new-window "Opens external link in new window">hier</link> geschlossen werden. Bei mir löst die Anfangsmusik des Zirkus-Orchesters zwar keinen erhöhten Speichelfluss aus. Dafür versetzt mir der musikalische Auftakt jeweils einen ordentlichen Adrenalinstoss. Ich werde hellwach und aufgeregt. Schön. Gut. Aber eben nicht immer. <br /><br />Letzten Mittwoch zogen wir nach einer Nachmittags- und einer Abendvorstellung in Buchs weiter nach Chur. Unsere Wohnwagen wurden auf einem vom Dauerregen überschwemmten Hockeyfeld platziert. Als alles montiert war, war ich durchgefroren und platschnass. Stinkmüde und gleichzeitig aufgedreht. Weit nach zwei Uhr nachts schlief ich ein. <br /><br />Schon um 06.30 Uhr musste ich wieder los. Erstaunlich. Die Welt existiert dann schon! Auf zu Radio Grischa als Gast in der Morgenshow. Hilfe! Mit meinem Zirkusvelo bei Minusgraden ins Studio geradelt, nach einer Stunde wieder zurück und wie ein gefällter Baum ins Bett geplumpst. Ich sinke in einen schweren, traumlosen Schlaf im seligen Wissen, dass mein nächster Termin die Abendvorstellung um 20.00 Uhr sein würde. Schlafen wie tot.<br /><br />Plötzlich schiesse ich wie von der Tarantel gestochen hoch. Aus dem Zirkuszelt knallt die Anfangsmusik unseres Programms &quot;Passion Cirque&quot;. Von einer Sekunde zur nächsten bin ich hellwach, stehe im Bett, mein Puls rast und ich bin völlig durcheinander. Habe ich so lange geschlafen? Warum habe ich keinen Wecker gestellt? Ich fange an mich anzuziehen, panisch, hastig, unkoordiniert - bis ich auf die Uhr schaue: 12.15 Uhr. Viertelabzwölfi???? Viertelab???? Was? Zwölfi??? Hä? Tammisiech!!!! Haben wir eine Nachmittagsvorstellung? Eine Mittagsvorstellung? Eine Spezialvorstellung? Ist meine Uhr kaputt? Bin ich kaputt? Was? <br /><br />Die Musik hört abrupt auf und mein hartnäckigster Anti-Lieblings-Ohrwurm erklingt: Die Zebra-Musik. Die Zebra-Musik? Was ist das für eine Sch*****? Was ist das für eine Reihenfolge...? Endlich bin ich wirklich wach und dann, endlich, schnalle ich, was los ist: Soundcheck. Ein einfacher Soundcheck! Ich fasse es nicht. Schlafen kann ich jetzt nicht mehr. Ich bleibe lieber wach. Am besten ich gehe sofort in meine Garderobe. Dann verpasse ich den echten Anfang garantiert nicht. Also ehrlich.<br /><br />Nachtrag: Zu diesem Blog gibt es leider kein Foto. Daran habe ich in diesem Moment wirklich nicht gedacht...
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			<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 16:03:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Der schwarz-weiss gestreifte Dauer-Ohrwurm</title>
			<link>http://www.knie.ch/cirque/blog/detail/der-schwarz-weiss-gestreifte-dauer-ohrwurm/?no_cache=1</link>
			<description>Das afrikanische Steppenpferd hat seinen eigenen Soundtrack
</description>
			<content:encoded><![CDATA[Bevor ich mich meinem heutigen Beruf zuwandte, arbeitete ich als Barkeeper in einer Hotelbar in Zürich. Business Travellers trafen sich dort, um Single Malt zu trinken, Club-Sandwiches zu futtern und dem Spiel des Pianisten zu lauschen. <br /><br />Barpianisten? Eine ganz eigene Liga. Nachtschattengewächse, die für einen Monat an einem Ort spielen, um dann ins nächste Fünfsternehaus umzuziehen. Sie spielen in Zürich, St. Moritz oder Genf - für die immer gleichen Single-Malt-Club-Sandwich-Massanzüge. <br /><br />Ich mochte diese Musiker sehr. Extrem gute Menschenbeobachter. Kein Wunder. Die Hände spielen ja von selbst. Oft unter ihrem Wert verkauft. Viele heimliche Spitzenmusiker. Und alle spielten sie die ewig gleichen Songs: Girl from Ipanema, My Way, Candle in the Wind. Und obwohl meine Bartender-Zeit schon lange her ist, mag ich bis heute keine Pianobars mehr.<br /><br />Nach zwei, drei Stücken fange ich an, nach einem Baseballschläger Ausschau zu halten. Weil ich weiss, dass ich unweigerlich mit einem unliebsamen Ohrwurm nach Hause fahren werde. Ich bin extrem anfällig für Ohrwürmer. Furchtbar. Oft bei Songs, die ich überhaupt nicht mag. Wie ein Schnupfen im Hirn. Endlos-Abwärtsschlaufe in den gesummten Wahnsinn. <br /><br />Tja und jetzt, fünfzehn Jahre später, bin ich wieder gleich weit. Eine zehnköpfige Truppe aus wirklich fantastischen Musikern beschert mir Abend für Abend die gleiche Sound-Hirnwäsche: Das Zirkusorchester.<br /><br />Sehr unterhaltsam, das erste Treffen. Wir verständigten uns in einem Kuddelmuddel aus Englisch, Französisch, Deutsch und? Ukrainisch? Russisch? Was? Trotzdem waren wir uns schnell einig, dass das von mir gewünschte Gitarrenriff unbedingt Pulp-Fiction-mässig dreckig klingen muss und dass alles schneller gespielt werden darf als bei Flügzüg. Die beiden Berner sind den Musikern in bester Erinnerung geblieben. Von denen wissen sie auch, dass Zürcher wie ich arrogant sind... <br /><br />Nicht arrogant genug, um nicht jede Nacht mit dem gleichen Ohrwurm zurück in den Wohnwagen zu gehen. Die Zebra-Musik hat sich unglaublich hartnäckig in meinen Gehörgängen und Hirnwindungen festgekrallt. Um die Qualen zu lindern, höre ich so oft es geht harte Rockmusik. Die Wirkung ist von kurzer Dauer. Spätestens in der Vorstellungspause ist die Repeat-One-Funktion wieder auf Zebra getunt. Albern, nervig und unauslöschlich. Wie muss das erst für die Zebras sein?

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			<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 15:41:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Tipps zum Überleben</title>
			<link>http://www.knie.ch/cirque/blog/detail/tipps-zum-ueberleben/?no_cache=1</link>
			<description>Autsch, bumm, bäng. Willkommen im &quot;Parcours Cirque&quot;!</description>
			<content:encoded><![CDATA[Inzwischen weiss ich, wo die Gefahren lauern. Nach einer Fast-Selbst-Skalpierung mittels eines gespannten Drahtseils, dem unschönen Schienbein-Blutig-Schlagen an der Bodenverankerung des Zirkuszeltes und einem zurückfedernden Kleiderbügel, der wortwörtlich ins Auge ging, bin ich geeicht. <br /><br />Pferde umgehe ich beidseitig grossräumig, denn hinten wird getreten, vorne gebissen. Bei den Elefanten gehe ich es lockerer an, aber immer noch sehr respektvoll. Gerade an Umzugstagen haben die Damen Dickhäuter ihre Verdauung nicht wirklich im Griff. Das rechne ich lieber ein.<br /><br />Ab und zu kommt es zu regelrechten Luftangriffen, wenn sich Jongleur Semeon aufwärmt und es plötzlich Keulen regnet. Oder man hat von einem Moment auf den anderen ein Brett vor dem Kopf, weil in der Pause der Holzboden montiert wird.<br /><br />Alles kein Problem – wenn man die Gefahren kommen sieht. Dann hat man wenigstens die Möglichkeit, in Boxermanier die Deckung hochzunehmen. In die Knie zu gehen, um den Aufprall abzufedern. Um wenigstens die Augen zu schliessen...<br /><br />Seit letzter Woche habe ich für die Kinder in der Zirkusschule eine neue Aufgabe:<br /><br />Ein Zauberer (Gewicht 95 kg) und eine Requisiteur (ebenfalls 95 kg schwer) rasen mit je 5 km/h während eines Umbaus im Dunkeln aufeinander zu. Wie viele Tage vergehen, bis der Schmerz im linken Oberschenkel des Zauberers nachlässt? Rechne! 
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			<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 09:29:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Kattas: Flugkünstler sondergleichen</title>
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			<description>Action total in Knies Kinderzoo:</description>
			<content:encoded><![CDATA[Mit gewaltigen Sprüngen „fliegen“ unsere Kattas (Lemuren) von Baum zu Baum, echte Flugkünstler, mit einer enormen Sprungkraft! 
Quellenangabe: Katja Stuppia, Lachen]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 10:43:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Das Bergdörfli in der Stadt</title>
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			<description>Bi eus im Circus kännt me sich halt no persönlich.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Jetzt wohne ich also in Winterthur. Mittendrin. Herrlich. Ein paar Schritte und ich bin im Gewusel. Endlich wieder einmal in die Anonymität einer Stadt abtauchen. Dachte ich. Vergiss es. Der Gitarrist des Orchesters sucht Babynahrung im Supermarkt, die Cyr-Rad-Fee aus Kanada braucht unbedingt einen Kleberoller für ihr Kostüm, Spidi der Titelblattstar der Schweizer Familie düst mit dem Fahrrad vorbei. Witzig. Man geht durch eine fremde Stadt und trifft an jeder Ecke vertraute Gesichter. <br /><br />Kein Wunder - der Circus KNIE ist mit über 200 Personen unterwegs. Ein richtiges kleines Dorf ist da auf Achse. Das ist viel und gleichzeitig wenig. Oder wie es Christoph der circensische Chefelektriker erklärt: Wir wohnen in einem abgeschotteten Bergdorf und jeder weiss alles. Da musst Du schon aufpassen, wie viele Paar Schuhe Du vor dem Wohnwagen stehen lässt. Wann Du bei wem aus welcher Tür rauskommst. You are being watched!<br /><br />Gestern wurde die komplette Crew ins Casinotheater eingeladen. Das ist seit Jahren Tradition. Nach der Winterthurer Premiere begeben sich die Artisten, Platzanweiser, Tierpfleger, Kassenfrauen und Buffetangestellten in den oberen Festsaal des Casinos. Essen, trinken, tratschen, tanzen – viele sind richtiggehend rausgeputzt, &quot;händs schöne Hömli montiert&quot;, freuen sich, der eine oder andere schlägt vielleicht ein wenig über die Stränge und weit nach Mitternacht geht es zurück zum Wohnwagen.<br /><br />So soll es sein. Mitten in Winterthur. Mitten in der Stadt. Ein richtiges Dorffest mit allem, was dazu gehört. Ich frage mich, ob alle Schuhe vor dem jeweils richtigen Wohnwagen gelandet sind letzte Nacht...
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			<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 14:57:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Sägemehl</title>
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			<description>Es gibt kein Entrinnen. Es wird Dich kriegen. Früher oder später.</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es ist überall. Klebt an meinen Schuhen, Kleidern, überzieht den Teppich in meinem Garderobenwagen und wird regelmässig eingesogen mit der Zirkusluft, die ich atme: Sägemehl.<br /><br />In der Sprache der Inuit gibt es gemäss eines weit verbreiteten Irrtums dutzende Worte für Schnee. Bald kenne ich genau so viele für den Stoff, aus dem die Zirkuswunder sind: Sägemehl. <br /><br />Klumpiges, furztrockenes, altes und frisch gesägtes, nach Wald duftendes und... na ja... weniger wohlriechendes... Sägemehl.<br /><br />An heissen Tagen verwandelt es feuchte Socken in panierte Schnitzel: Sägemehl. Das Tischtuch wird mit einem Zuckerrand verziert: Sägemehl. Auf meinen Schultern? Schuppen? Nö. Sägemehl. <br /><br />Ich weiss nicht, wie die Familie das Knie schafft. Offenbar kennen sie Wege von der Garderobe in die Manege, die mir verborgen bleiben. Wie aus dem Ei gepellt stehen sie im Finale neben mir. Und obwohl ich aufgepasst habe wie ein Häftlimacher, entdecke ich beim ins Publikum winken einen modischen Ellbogenpatch an meinem schwarzen Anzug: Sägemehl.<br /><br />Das Publikum applaudiert. Die Vorstellung ist fast zu Ende. Das Orchester beginnt mit dem letzten Stück, die Artisten winken strahlend und verabschieden sich. Vom Himmel regnet es Konfetti. Kiloweise. Bunte, weisse und metallisch glänzende. Die Manege verwandelt sich in eine riesige Schneekugel. Während es auf uns herabglitzert, fällt mir auf, dass es nicht nur Konfetti sind, die da langsam zu Boden schweben. Da ist noch etwas. Wohl nicht etwa..?<br /><br />Doch. Es ist überall. Es wird kleben. An meinen Schuhen, meinen Kleidern, meinen Teppich überziehen: Sägemehl. Es kriegt mich. Immer.<br /><br /><br /><i>Mehr zu Michel Gammenthaler auf seiner <link http://www.michel-gammenthaler.ch/ - external-link-new-window "Opens external link in new window">Website</link> und unter diesem <link http://www.sendungen.sf.tv/comedy-aus-dem-labor/Nachrichten/Uebersicht - external-link-new-window "Opens external link in new window">Link</link>.</i>
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			<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 19:33:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Es fehlen ein paar Bicycles in Beijing</title>
			<link>http://www.knie.ch/cirque/blog/detail/es-fehlen-ein-paar-bicycles-in-beijing/?no_cache=1</link>
			<description>Zusammenräumen im KNIE-Stil: Rette sich wer kann!!!</description>
			<content:encoded><![CDATA[So etwas habe ich noch nicht erlebt. Man kommt sich vor wie in einem riesigen Ameisenhaufen. Wenige Minuten nach dem Schlussapplaus steht das Zelt nur noch zur Hälfte, die Requisiteure und Platzanweiser haben sich in Helm tragende Bauarbeiter verwandelt und jeder noch so kleine Wohnwagenwinkel wird mit Material vollgestopft.<br /><br />Schon in den kleinen Pausen zwischen den Nummern habe ich mein Auftrittsmaterial und meine Kostüme in die Schränke des Garderobenwagens geschafft. Oder müsste ich sagen gerettet? In der zweiten Programmhälfte spiele ich zwei Nummern mit grösseren Requisiten. Diese werden normalerweise sofort nach Gebrauch wieder im Zirkuszelt versorgt. Am Abreisetag werden sie mir direkt vor die Garderobentür gestellt. <br /><br />Die Vorstellung ist immer noch in vollem Gange und drei ältere Herrschaften und Schlachtenbummler entschliessen sich, die Gunst der Stunde zu nutzen. Während ich mich umziehe für meinen letzten Auftritt vor dem Finale, untersucht das Trio meine herumstehenden Zauberrequisiten gründlichst. Hei namal, rege ich mich auf! „Mir händ dänk nume wele luege...“ Das ist ja das Problem. Es reicht für eine Standpauke. Wer hätte gedacht, dass ich mal mit Rentnern schimpfen muss? Schon rase ich wieder Richtung Manege...<br /><br />Kaum zurück (ich bin noch nicht richtig umgezogen) stehen schon acht chinesische Artistinnen inklusive Übersetzer und eigens mitgereistem Velo-Mech vor meiner Türe und wollen – so schnell wie möglich versteht sich – über ein Dutzend Fahrräder in meinem Abteil verstauen. Ganz diszipliniert stehen die Dalian Girls an, zur Sicherheit mit orangen TCS-Westen ausgerüstet und warten bis sie ihre Velos an Oberpacker Omar weitergeben dürfen. Chef de Piste Patrick koordiniert das Ganze und... unglaublich... die Räder passen alle rein!<br /><br />Dieser Moment wird sich in den kommenden Wochen wohl noch viele Male wiederholen. Eigentlich die perfekte Gelegenheit, mit den chinesischen Frauen das Lied „Mir sind mit em Velo da“ einzuüben! Der Song müsste doch bis Ende Saison sitzen? Und war da nicht noch etwas mit einem Kontrabass...?!?
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			<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 16:44:00 +0200</pubDate>
			
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