Fahrender Zoo

Spezielle Öffnungszeiten in Bulle

Montag: geschlossen
Dienstag: 09.00 bis 18.00 Uhr
Mittwoch: 09.00 bis 17.30 Uhr

Allgemeine Öffnungszeiten

ab Delémont bis Nyon                      09.00 – 19.30 Uhr
ab Yverdon-les-Bains bis Lugano    09.00 – 18.00 Uhr
an Aufbautagen                                 14.00 – 19.00 bzw. 19.30 Uhr
an Abbautagen                                  09.00 – 17.30 Uhr

Den Tourneeplan finden Sie hier.

Preise

Erwachsene: CHF 5.00
Kinder von 3 bis 11 Jahren: CHF 2.50

Kollektivbillet für Klassen bis Ende der obligatorischen Schulpflicht
(mindestens 12 Schüler): pro Schüler: CHF 2.00, Klassenlehrer: gratis

Ponyreiten: CHF 2.00 (bei schönem Wetter von 10.00 bis 12.00 und nachmittags von 14.00 bis 16.00 Uhr)

Je nach Gastspielort verstehen sich die aufgeführten Ticketpreise exklusive der ortsüblichen Billettsteuer.

Tiere

In unserem fahrenden Zoo treffen Sie auf eine Vielzahl verschiedener Tiere

  • Pferde (Friesen, Andalusier, Araber, Palominos, Achal-Tekkiner, American Miniature Horse)
  • Ponys (Welsh, Shetland)
  • Steppenzebras
  • Lamas
  • Trampeltiere (zweihöckerige Kamele)
  • Vietnamesische Hängebauchschweine
  • Afrikanische Zwergziegen
  • Gehaubte Kapuziner

Tierproben

Die Tierproben finden montags bis samstags (ausser an Aufbautagen) am Vormittag im Zirkuszelt statt und können mit einem gültigen Zirkuszoo-Ticket besucht werden. 

Der Umgang mit Tieren im Circus Knie beruht auf einem Dialog zwischen Tierlehrer und Tier. Dabei haben die Knies ihre Kenntnisse nicht nur aus Büchern, sondern bilden ihre Tiere vor allem tiergerecht auf der Grundlage ihrer Erfahrung, ihres über Generationen erworbenen enormen Wissens und ihrer grossen Tierkenntnis aus.

"Tiere gehen zur Schule"

Die Familie Knie führt Sie durch kommentierte Proben „Tiere gehen zur Schule“. Die Zuschauer erfahren Wissenswertes zu den verschiedenen Tieren und wie man mit ihnen im Zirkus arbeitet.

Die Veranstaltung „Tiere gehen zur Schule“ findet an folgenden Orten und Daten statt:

Bern:

Sonntag, 14. August 2016, 10.00 – 11.30 Uhr
Sonntag, 21. August 2016, 10.00 – 11.30 Uhr

Genf:
Sonntag, 28. August 2016, 10.00 – 11.30 Uhr

Lausanne:
Sonntag, 2. Oktober 2016, 10.00 – 11.30 Uhr

(Programmänderungen vorbehalten)

Fragen und Antworten

Ist eine artgerechte Wildtierhaltung im Zirkus möglich?

Artgerechte Haltung bezeichnet eine Form der Tierhaltung, die sich an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere orientiert und ihnen somit ermöglicht, natürliche Verhaltensweisen beizubehalten.

Jedes Tier hat bei uns Anspruch auf eine Haltung, bei der es sich wohl fühlt. Diesem hohen Anspruch stellen wir uns seit Jahrzehnten in der täglichen Arbeit. Wer unsere Tiere beobachtet sieht, dass sie sich wohl fühlen. Wir gehen mit unseren Tieren liebevoll um und achten sorgfältig darauf, dass wir unsere Tiere hinsichtlich ihrer Möglichkeiten weder überfordern, noch ihnen Situationen und Verhältnisse zumuten, die ihrer Art nicht entsprechen.

Eine Vermenschlichung des Tieres lehnen wir grundsätzlich ab. Tiere haben andere Bedürfnisse als Menschen – das gilt es zu respektieren. Der Circus Knie ist bestrebt, in allen Belangen eine möglichst artgerechte Tierhaltung zu praktizieren.

Sowohl von Experten als auch vom Publikum wird dem Circus Knie eine vorbildliche Tierhaltung attestiert. Wir sehen es als Verpflichtung unseren Tieren gegenüber, die hohen qualitativen Standards beizubehalten und gegebenenfalls den neusten wissenschaftliche Erkenntnissen anzupassen.

Aus welchen Gründen werden im diesjährigen Programm keine Löwen oder Tiger präsentiert?

Der Circus Knie besitzt keine eigenen Grosskatzen. Wenn wir eine Raubtiernummer präsentieren wollen, wird eine unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht werdende Nummer engagiert. Das ist nicht jedes Jahr möglich. Insbesondere wichtig für uns sind auch die Haltungsbedingungen im Zirkuszoo. Die Platzbedürfnisse würden an vielen Gastspielorten das vorhandene Flächenangebot übersteigen. STS-Zirkusbericht 2015

Dient die Wildtierhaltung nicht einzig und alleine dem Kommerz?

Nein, auf keinen Fall. Natürlich bezahlt man in der Regel im Zirkus und im Zoo Eintritt, wenn man dort Wildtiere beobachten oder sie in einer Vorstellung sehen will. Unsere Tierhaltung hat aber andere Beweggründe. Wir sind davon überzeugt, dass eine verantwortungsvolle Haltung von Wildtieren im Zirkus einen hohen edukativen Wert bei Kindern und Erwachsenen hat. Wie im Zoo wird auch im Zirkus der direkte Kontakt, die persönliche, vielleicht einzigartige Erfahrung mit Tieren vermittelt. Die Sensibilisierung der Gesellschaft für die Schönheit und Würde der Tiere ist ein sehr hoher moralischer Wert von Zirkus und Zoo.

Sind Tierdressuren im Zirkus noch zeitgemäss?

Sicher, sofern im Umgang mit Tieren fachgerecht vorgegangen wird. Ein Tierlehrer muss wissen, ob seine vierbeinigen Schüler abweisend oder zugänglich gestimmt sind, ob sie ausgeglichen oder aufgeregt, aufmerksam oder abgelenkt, gereizt oder entspannt sind. Das kann von Tag zu Tag verschieden sein. Er weiss auch, wer in seiner Tiergruppe dominant und wer eher unterlegen ist, wer die Auseinandersetzung sucht und wer sich lieber zurückzieht. Was sich während der Ausbildung der Tiere und der Vorführung einer Tiernummer abspielt, ist ein Dialog zwischen Partnern, ein Wechselspiel von Aktionen und Reaktionen auf der Ebene zwischen Tier und Mensch.

Leiden Zirkustiere auf der Fahrt von einem Gastspielort zum anderen?

Nein. Da wir unsere Tiere mit eigenen Fahrzeugen und speziell auf die Bedürfnisse der Tiere konstruierten Anhänger transportieren, ist es möglich, die kürzeste Route zu wählen. Wenn unsere Tiere auf den Transporten leiden würden, wäre dies leicht ersichtlich und auch für Laien feststellbar. Unsere Tiere haben sich an den Vorgang gewöhnt, wenngleich sie, keine Frage, für wenige Stunden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind. Die Gehaubten Kapuziner, Hängebauchschweine und Zwergziegen werden in ihren Wagen weiterhin auf der Bahn transportiert.

Zeigen nicht die vielen schlechten Beispiele in Zirkussen, dass bezüglich der Wildtierhaltung Handlungsbedarf besteht?

Die Wildtierhaltung ist ein ständiges Ringen um eine laufende Verbesserung der Qualität. Jeder verantwortungsbewusste Wildtierhalter ist bestrebt, die von ihm praktizierten Haltungsformen ständig den neuesten Erkenntnissen anzupassen. Es gibt sicher einzelne Beispiele von Tierhaltungen, die unbefriedigend sind. Es ist aber nicht richtig, deswegen die Wildtierhaltung ganz allgemein in Frage zu stellen oder gar auf die Haltung von Wildtieren generell zu verzichten.

Sind die vorhandenen Flächen nicht viel zu klein für die Tiere?

Nicht für jede Tierart existieren wissenschaftliche Untersuchungen über dessen nötigen Platzbedarf. Grössere Säugetiere, die in unserem Zirkuszoo gehalten werden, zeigen in ihrem Verhalten und anhand ihres Erscheinungsbildes deutlich, ob für ihr Wohlbefinden genügend getan wird. Eine Zirkustierhaltung kann nie allein aufgrund der zur Verfügung gestellten Flächenmasse beurteilt werden. Ein wichtiger Indikator ist der Grad der Beschäftigung. Das gilt übrigens auch für die Wildtierhaltung in zoologischen Gärten. Wichtig ist, dass die biologischen Bedürfnisse der jeweiligen Arten ins Zentrum gestellt werden.

Wohin mit den alten Zirkustieren?

Tiere, die aus Altersgründen nicht mehr in der Manege arbeiten und in den Vorstellungen mitwirken, werden weiterhin in unseren Stallungen in Rapperswil betreut. In einzelnen Fällen werden unsere angejahrten Pferde auch an ausgewählte Plätze abgegeben, wenn wir uns davon überzeugt haben, dass dies für das jeweilige Tier die bestgewählte Lösung ist. Die Elefanten verbringen den verdienten Lebensabend in Rapperswil. Dabei werden sie weiter beschäftigt und bewegt.